Beleuchtung im Hotelzimmer
Ein besonderes Lichtdesign

Hier gleicht kein Zimmer dem anderen. Im Landhaus Averbeck in Bergen erhielt jedes Hotelzimmer eine eigene Farbwelt, ein durchdachtes Interior Konzept und dazu eine individuelle Lichtplanung.
Die Räume sind wohnlich, einladend und mit viel Liebe zum Detail entworfen. Die gesamte Gestaltung richtet sich ganz klar an Kinder und Familien: kuschelige Lesekojen, große Familienbetten und verschiedene Farben schaffen einen besonderen Ort, um zu erholen und abzuschalten. Und genau deshalb darf hier natürlich die passende Beleuchtung nicht fehlen.

Vom Entwurf bis zur Bauüberwachung hat die Designerin Désirée Smith hier im Hotel großartige Arbeit geleistet. Es war mir eine riesige Freude, die Lichtplanung für dieses Projekt zu übernehmen und lichttechnisch zu begleiten.
Ich liebe jedes Zimmer. Mein persönlicher Favorit ist jedoch das blaue Zimmer (Nummer 6). Die Lichtwirkung ist doch einfach unschlagbar, oder?
Das individuelle Lichtkonzept
Ein Zuhause auf Zeit zu entwerfen ist eine besondere Herausforderung, da es nicht nur funktional, sondern vor allem wohnlich und gemütlich sein soll. Die passende Atmosphäre ist hier extrem wichtig. Genau das unterstützt meine Lichtplanung für jedes einzelne Hotelzimmer.
Jeder Raum musste ganz individuell betrachtet werden. Jede Farbgebung, die Raumaufteilung und die verschiedenen Möbelstücke hatten Einfluss auf die Positionierung und die Auswahl der Leuchten. So erhielt jedes der 6 unterschiedlichen Zimmer ein anderes Beleuchtungskonzept. Somit kommen Farben bestens zur Geltung und jeder Platz erhält die Helligkeit, die für eine kuschelige Atmosphäre notwendig ist.

Grundbeleuchtung im Hotelzimmer
Einige Grundelemente ziehen sich als verbindendes Licht-Element jedoch durch alle Hotelzimmer. So gibt es Einbau-Downlights, die als Paar für die Grundbeleuchtung sorgen. Dazu erhielt jedes Familienbett im Kopfteil kleine herausklappbare Leseleuchten für die Kinder. Alle anderen Leuchten unterscheiden sich aber im Design, in der Farbgebung und in der Lichtwirkung und Abstrahlung.

Von gespannten Pendelleuchten über dem Sitzbereich über auffällige Decken-Anbauleuchten bis hin zu großen schwenkbaren Leseleuchten mit direkter und indirekter Abstrahlung ist hier nichts dem Zufall überlassen. Insgesamt kam dadurch eine beachtliche Anzahl an verschiedenen Leuchten zum Einsatz. Gerade diese individuelle Gestaltung macht jedes Zimmer einzigartig und besonders. Mehr als 10 verschiedene Hersteller und über 20 Leuchtentypen verbinden sich hier zu einem harmonischen Lichtkonzept.
Die Flurbeleuchtung im Hotel
Auch die Flure waren Teil meiner Lichtplanung. Es gibt zwei sehr unterschiedliche Bereiche: einen langen schmalen Flur sowie einen breiten Flur mit Lese-Ecke und Ausstellung der gemalten Kunstwerke der kleinen Gäste.

Eine umlaufende Lichtvoute in Kombination mit Einbau-Downlights aus Holz sorgen für eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke im größeren Flurbereich. Dazu wurde die grün abgesetzte Lese-Ecke durch besondere Deckenleuchten aus Holz, farbigen Stehleuchten und einem beleuchtetem Bücherregal hervorgehoben.
Schwenkbare schwarze Aufbau-Strahler setzten dazu noch ein Highlight für die Bildergalerie und setzten alle Kunstwerke der Kinder bestens in Szene.
Der lange schmale Flur wird dagegen durch die paarweise Anordnung der Lichtkegel optisch unterteilt. Es entsteht eine Zonierung und somit eine abwechslungsreiche Lichtwirkung. Ein beleuchtetes Bücherregal bildet hier den Abschluss des Flurs.

Lichtberechnung für Hotel
Dem gesamten Lichtkonzept lag natürlich meine Lichtberechnung und eine 3D Animationen der Beleuchtung zu Grunde. So konnten bereits vor Baubeginn die Lichtwirkung, die Beleuchtungsstärke und die Abstrahlung genau überprüft, bewertet und mit den Bauherren abgestimmt werden. Besonders die tolle Wirkung der Paaranordnung im Bereich der Dachschrägen im Hotelzimmer wurde früh sichtbar und überzeugte sofort.
Um alle neuen Hotelzimmer einmal zu bewohnen, müsste man also mindestens sechs Mal im Landhaus Averbeck Urlaub machen. Ich kann es nur empfehlen! Auf Feedback bin ich sehr gespannt.
Ein Hotelzimmer lebt immer von einer durchdachten Lichtplanung. Erst das Zusammenspiel aus verschiedenen Lichtquellen schafft einen besonderen Raum und somit ein stimmiges Gesamtkonzept.
Lichtplanung: Dominique Wagner
Leuchtenlieferung: innoled B. Reisen
Interior-Design: Désirée Smith
Projektname: Landhaus Averbeck
veröffentlich April 2026
FAQ zur Hotelbeleuchtung
Wie beleuchtet man ein Hotelzimmer?
Die Beleuchtung im Hotelzimmer muss gemütlich sein, aber zugleich auch praktisch. Im Kleiderschrank sollte man genug sehen, aber zusätzlich eine wohnliche Atmosphäre garantieren. Verschiedene Lichtszenen und die Dimmung der Leuchten sind hier besonders wichtig.
Wie viele Lichtquellen sind im Hotelzimmer sinnvoll?
Im Hotelzimmer sollten mindestens vier Lichtquellen vorhanden sein: die Grundbeleuchtung für Gleichmäßigkeit, ein Zonenlicht für den Schreibtisch und den Kleiderschrank, ein Leselicht am Bett und eine Akzentbeleuchtung mit indirekter Lichtwirkung oder einer Lichtvoute für Gemütlichkeit.
Welche Beleuchtung eignet sich für ein Hotelbett?
Für ein Hotelbett ist eine Leseleuchte wichtig, die den Bettnachbarn nicht blendet und nicht zu hell ist. Für Kinder sollten zudem Leuchten eingesetzt werden, die eine geschlossen Bauform besitzen und keine Gefahr darstellen.
Sind Sie auf der Suche nach einer besonderen Beleuchtung für Ihre Räume? Dann lassen Sie uns ganz unverbindlich sprechen!

Dominique Wagner ist Gründerin von raumlicht und bringt als Expertin für professionelle Lichtplanung und Lichtberechnung mehr als 29 Jahre Berufserfahrung mit. Als Ingenieurin für Innenarchitektur mit einer zusätzlichen Ausbildung in Maschinenbau (Leuchtenkonstruktion) vereint sie die gestalterische Planung mit technischem Know How. Sie betreut Kunden – in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie vor Ort in der Region um Regensburg – im gewerblichen und privaten Bereich von der Entwurfsplanung bis zur Ausführung in allen Lichtfragen. Dominique Wagner entwickelt ganzheitliche Lichtkonzepte für Arbeitswelten, Wohnräume und öffentliche Gebäude – stets mit dem Anspruch, Räume durch Licht erlebbar zu machen. Zusätzlich berät sie Fachplaner, leitet Schulungen, hält Vorträge und ist in Social Media aktiv, um Lichtwissen zu vermitteln und für das Thema Beleuchtung zu sensibilisieren.
